Die besten Zahlungsanbieter für Onlineshops: Vergleich

Ein Zahlungsanbieter gehört zu den wichtigsten Bausteinen eines Onlineshops. Er ermöglicht Kartenzahlungen, Apple Pay, Google Pay, PayPal, Bankzahlungen und weitere Zahlarten und meldet den Status einer Transaktion automatisch an den Shop zurück.

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Ich habe für Sie die interessantesten Payment-Gateways und Zahlungsdienstleister für den deutschen E-Commerce verglichen. Dabei berücksichtige ich aktuelle Preise, WooCommerce-Integrationen, wiederkehrende Zahlungen und die in Deutschland wichtigen Zahlarten.

Kurz zusammengefasst

Für einen typischen deutschen Onlineshop würde ich zuerst Mollie, Unzer und Stripe vergleichen. PayPal ist wegen seiner Bekanntheit häufig eine wichtige zusätzliche Zahlart, Revolut Business kann preislich interessant sein und Shopify Payments ist für Shops auf Shopify besonders bequem.

Zahlungsanbieter im schnellen Vergleich

Die öffentlich ausgewiesenen Preise habe ich im August 2026 geprüft. Bei größeren Zahlungsvolumina oder besonderen Geschäftsmodellen sind individuelle Konditionen üblich. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den niedrigsten Prozentwert, sondern das gesamte Gebührenmodell.

AnbieterOrientierungspreisMonatliche GebührApple Pay / Google PayWooCommerceRecurringGeeignet fürMeine Bewertung
Mollie1,80 % + 0,25 € für EWR-Verbraucherkarten0 € bei StandardkonditionenJaJaJakleine und mittlere Onlineshops9,4/10
Unzerab 1,50 % + 0,20 € im E-Commerce-Tarifab 22,50 €; Setup 149 € beim ausgewiesenen PaketJaJaJadeutsche Händler mit breitem Zahlartenmix9,2/10
Stripe1,5 % + 0,25 € für Standardkarten aus Europa0 € im StandardmodellJaJaJainternational, SaaS, Entwickler9,2/10
PayPal2,99 % + 0,35 € für Standard-Online-Transaktionenkein klassischer Gateway-Grundpreis im Standardje nach CheckoutJaJaShops mit starker PayPal-Nachfrage9,0/10
Revolut Businessab 1 % + 0,20 € für Online-Zahlungenim Business-Plan eingebundenJaintegrationsabhängigJamultinationale und multivalutige Shops8,9/10
Shopify Paymentsabhängig vom Shopify-Tarifim Shopify-TarifJanein, nur ShopifyJaShopify-Shops9,3/10 für Shopify
Adyentransaktions- und zahlartenabhängigindividuelles ModellJaüber IntegrationenJagrößere internationale Händler9,1/10
Klarnaabhängig von Zahlart und VertragvertraglichBNPL und RechnungJanicht KernfokusRechnungskauf und Buy Now Pay Later8,8/10 als Zusatzmethode

Tipp: In Deutschland sollten Sie neben Karten unbedingt PayPal, Kauf auf Rechnung beziehungsweise BNPL und gegebenenfalls SEPA berücksichtigen. Die beste Lösung ist häufig ein Anbieter, der mehrere relevante Zahlarten in einer Integration bündelt.

Welcher Zahlungsanbieter passt zu welchem Onlineshop?

Ein kleiner Shop hat andere Prioritäten als ein Händler mit sechsstelligen Monatsumsätzen oder ein SaaS-Unternehmen. Entscheidend sind Plattform, Zahlarten, Länder, Warenkorbgröße und die Frage, ob Abos oder internationale Karten eine große Rolle spielen.

Für einen neuen deutschen Onlineshop

Für einen neuen Shop würde ich Mollie, Unzer und Stripe vergleichen. Wenn Sie die Shopplattform noch auswählen, kann Shopify eine schnelle SaaS-Lösung sein. Für maximale Kontrolle ist WooCommerce eine Alternative.

Für WooCommerce

Bei WooCommerce ist ein gut gepflegtes Plugin entscheidend. Mollie, Stripe, PayPal und weitere Anbieter verfügen über Integrationen. Achten Sie auf Refunds, gespeicherte Karten und Abos. Für einen neuen WooCommerce-Shop können Sie außerdem Hostinger als Hosting-Option prüfen.

Für Shopify

Auf Shopify ist Shopify Payments der naheliegende Ausgangspunkt, weil es nativ integriert ist. Vergleichen Sie die Gesamtkosten des gewählten Tarifs mit externen Providern. Wenn Sie Shopify noch testen möchten, finden Sie es hier.

Für internationalen Verkauf

Stripe, Adyen, PayPal und Revolut Business sind starke Kandidaten, wenn Sie in mehreren Ländern verkaufen. Wichtig sind lokale Zahlarten, Währungen, internationale Kartengebühren und der Aufwand für eine länderübergreifende Integration.

Für Abos und SaaS

Stripe ist bei Billing und APIs besonders stark. Mollie und andere Anbieter unterstützen ebenfalls wiederkehrende Zahlungen. Prüfen Sie zusätzlich, wie fehlgeschlagene Abbuchungen, Tokenisierung und Kundenportale gehandhabt werden.

Für hohe Umsätze

Ab hohem Zahlungsvolumen sollten Sie individuelle Konditionen anfragen. Mollie nennt Volumenpreise ab 100.000 € monatlichem Transaktionsvolumen, und auch andere Anbieter verhandeln bei entsprechender Größe. Rechnen Sie mehrere Angebote mit denselben Echtdaten durch.

Was ist ein Payment Gateway?

Ein Payment Gateway verbindet den Checkout Ihres Shops mit der Zahlungsinfrastruktur. Es übermittelt die für die Autorisierung notwendigen Daten sicher, erhält den Status der Transaktion und gibt ihn an den Shop zurück. Moderne Anbieter bündeln dabei mehrere Zahlarten in einem System.

Die Autorisierung ist nicht identisch mit der späteren Auszahlung. Nachdem eine Zahlung bestätigt wurde, kann der Shop die Bestellung bearbeiten; die Auszahlung an den Händler erfolgt nach dem Zeitplan des jeweiligen Providers.

Wie funktioniert ein Payment Gateway?

Der Kunde wählt eine Zahlart, bestätigt die Zahlung und der Zahlungsanbieter leitet die Anfrage an die Karten- oder Bankinfrastruktur weiter. Das Ergebnis kommt in Sekunden an den Shop zurück, während die finanzielle Abrechnung später erfolgt.

  1. Der Kunde schließt die Bestellung ab.
  2. Der Shop sendet die Zahlungsanforderung.
  3. Der Kunde bestätigt Karte, Wallet oder Bankzahlung.
  4. Die Transaktion wird autorisiert oder abgelehnt.
  5. Der Shop erhält das Ergebnis.
  6. Der Provider zahlt später an den Händler aus.

Wichtige Zahlarten in Deutschland

Karten und Mobile Wallets gehören zum Standard, aber Deutschland ist besonders relevant für PayPal, Rechnungskauf, Lastschrift und BNPL. Ein guter Checkout sollte die wichtigsten Methoden Ihrer Zielgruppe zeigen, ohne unnötig kompliziert zu werden.

Karten, Apple Pay und Google Pay

Wallets verkürzen den Checkout und reduzieren die manuelle Eingabe von Kartendaten. Für mobile Nutzer sind sie besonders bequem. Prüfen Sie, ob die Wallets auch im konkret verwendeten Shop-Plugin aktiviert werden können.

PayPal

PayPal ist in Deutschland für viele Käufer eine vertraute Methode. Ich würde es häufig zusätzlich zu einer Karten- und Wallet-Lösung anbieten, besonders wenn Ihre Zielgruppe PayPal aktiv nutzt.

Rechnung, Klarna und BNPL

Rechnungskauf und spätere Zahlung können bei passenden Sortimenten die Conversion unterstützen, bringen aber andere Gebühren und Risiken mit sich. Provider wie Mollie oder spezialisierte Lösungen können Klarna und andere BNPL-Methoden integrieren.

SEPA und Bankzahlungen

SEPA-Lastschrift und Banküberweisung können bei bestimmten Geschäftsmodellen sinnvoll sein. Bei Abos und B2B lohnt sich ein genauer Blick auf Kosten, Rücklastschriften und den Automatisierungsgrad.

So wählen Sie einen Zahlungsanbieter aus

Vergleichen Sie Gesamtkosten, Zahlarten, Shop-Integration, Auszahlungsrhythmus, Support, Fremdwährungen und Chargebacks. Besonders bei deutschen Shops sollte außerdem die Abdeckung von PayPal, Rechnung/BNPL und SEPA zu Ihrer Kundengruppe passen.

  • Gesamtkosten: Prozent, Fixbetrag, Monats- und Setupgebühr.
  • Zahlarten: Karte, Wallet, PayPal, Rechnung, Klarna, SEPA.
  • Integration: WooCommerce, Shopify oder API.
  • International: Währungen und ausländische Karten.
  • Auszahlung und Support: Geschwindigkeit und Problemlösung.

Was kostet ein Payment Gateway?

Typisch sind ein prozentualer Anteil und ein fixer Betrag je erfolgreicher Transaktion. Manche Anbieter verzichten auf Monatsgebühren, andere kombinieren Transaktions-, Monats- und Einrichtungsgebühren. Rechnen Sie den Effekt auf Ihren realen Monatsumsatz durch.

Die besten Zahlungsanbieter in Deutschland

Für kleinere und mittlere Shops sind Mollie, Unzer und Stripe besonders interessant. PayPal ist oft eine wichtige Zusatzmethode, Revolut Business kann preislich attraktiv sein, Shopify Payments ist auf Shopify sehr bequem und Adyen ist vor allem für größere internationale Händler relevant.

Mollie

Mollie bietet ein Pay-as-you-go-Modell ohne monatliche Standardgebühr und viele europäische Zahlarten. Für EWR-Verbraucherkarten werden aktuell 1,80 % + 0,25 € ausgewiesen. Wiederkehrende Zahlungen und Checkout-Funktionen sind enthalten.

Unzer

Unzer ist ein deutscher Payment-Anbieter mit breitem Zahlartenmix und Plugins für gängige Shopsysteme. Der veröffentlichte E-Commerce-Tarif startet bei 1,50 % + 0,20 € pro Transaktion; das ausgewiesene Paket nennt zudem monatliche und einmalige Gebühren.

Stripe

Stripe ist besonders stark für internationale Shops, SaaS und eigene technische Integrationen. Der Standardpreis für europäische Standardkarten liegt bei 1,5 % + 0,25 €.

Stripe

PayPal

PayPal ist in Deutschland eine sehr bekannte Checkout-Methode. Die aktuelle Standardgebühr für Online-Transaktionen wird mit 2,99 % + 0,35 € angegeben. Ich würde PayPal meist mit weiteren Zahlarten kombinieren.

PayPal

Revolut Business

Revolut Business nennt für Online-Zahlungen Preise ab 1 % + 0,20 €. Unterstützt werden Karten, Apple Pay, Google Pay, Revolut Pay sowie mehrere Währungen. Besonders interessant ist das für international ausgerichtete Unternehmen.

Shopify Payments

Shopify Payments ist direkt in Shopify integriert. Die konkreten Gebühren hängen vom Tarif und Markt ab; dafür entfällt die separate technische Integration eines externen Gateways. Bei einem neuen Shop können Sie Shopify hier testen.

Adyen

Adyen richtet sich stark an größere und internationale Händler. Das Gebührenmodell kombiniert eine Processing Fee mit zahlartabhängigen Kosten und eignet sich besonders für Unternehmen, die viele Märkte über eine Plattform abwickeln wollen.

Weitere Alternativen

Für spezielle Geschäftsmodelle können Braintree, FastSpring, Fondy oder Teya relevant sein. FastSpring ist als Merchant of Record vor allem für digitale Produkte interessant, während Braintree und Teya eher bei internationalen oder komplexeren Payment-Setups auftauchen.

FastSpring

FastSpring ist kein klassisches lokales Gateway, sondern Merchant of Record für Software, SaaS und digitale Produkte. Neben Payments übernimmt es Teile von Steuer- und Compliance-Prozessen.

FastSpring

Braintree

Braintree gehört zur PayPal-Gruppe und richtet sich eher an technisch anspruchsvolle internationale Projekte. Für einen kleinen deutschen Shop sind Mollie, Unzer oder Stripe meist einfacher zu bewerten.

Braintree

Borgun / Teya

Die frühere Marke Borgun finden Sie heute unter Teya. Bei einer neuen Auswahl sollten Sie deshalb die aktuellen Teya-Produkte und Konditionen prüfen, nicht alte Borgun-Unterlagen.

Borgun – heute Teya

Payment Gateway für WooCommerce

Bei WooCommerce ist ein aktuelles Plugin entscheidend. Prüfen Sie Refunds, Abos, gespeicherte Karten und Checkout-Kompatibilität. Mehr Optionen finden Sie in meinem Artikel Die besten Zahlungs-Gateways für WooCommerce.

So bekommen Sie ein Payment Gateway

Der Provider prüft in der Regel Unternehmen und Shop. Halten Sie Firmendaten, Produktbeschreibungen und Preise, Impressum, Datenschutz, AGB, Widerrufs- beziehungsweise Rückgaberegeln und einen funktionierenden Checkout bereit.

Häufige Fragen

Welcher Zahlungsanbieter ist für deutsche Onlineshops am besten?

Für viele kleine und mittlere Shops würde ich Mollie, Unzer und Stripe vergleichen. PayPal gehört oft als zusätzliche Zahlart dazu. Auf Shopify ist Shopify Payments besonders bequem.

Welcher Anbieter ist am günstigsten?

Das hängt von Umsatz, Kartenmix, PayPal- oder BNPL-Anteil und Fixkosten ab. Rechnen Sie deshalb mit Ihren echten Transaktionsdaten.

Was kostet Stripe in Deutschland?

Für europäische Standardkarten nennt Stripe aktuell 1,5 % + 0,25 € pro erfolgreicher Online-Zahlung.

Brauche ich PayPal?

Nicht zwingend, aber für viele deutsche Zielgruppen ist PayPal eine erwartete Zahlart. Prüfen Sie Ihren Kundenmix und die Conversion im Checkout.

Welches Gateway eignet sich für WooCommerce?

Mollie, Stripe, PayPal, Unzer und weitere Provider können in WooCommerce integriert werden. Wählen Sie nach Plugin-Qualität und benötigten Funktionen.

Fazit

Für einen deutschen Onlineshop würde ich Mollie, Unzer und Stripe zuerst vergleichen und PayPal je nach Zielgruppe ergänzen. Shopify Payments ist auf Shopify besonders bequem, Revolut Business kann preislich attraktiv sein. Entscheidend sind Gesamtgebühren, Zahlarten, Integration und internationale Anforderungen.

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